Empowerment Coaching: Der gekonnte Mix aus Coaching, Training und Beratung



Empowerment Coaching ist ein klientenzentrierter Mix aus Coaching, Training und Beratung

In diesem Beitrag möchte ich Dir gerne vorstellen, was Empowerment Coaching ist, nämlich ein klientenzentrierter Mix aus Coaching, Training und Beratung. Klientenzentriert bedeutet, dass wir die Anteile von Coaching, Training und Beratung kundenindividuell gestalten. Um dem Empowerment-Ansatz (Förderung der Problemlösungskompetenz) gerecht zu werden, ist meine Empfehlung, den Fokus zunächst auf Coaching zu legen, um dadurch herauszufinden, welche Trainings- und Beratungskomponenten für den Klienten und seine Situation sinnvoll sind. Außerdem stärkt ein höherer Coaching-Anteil das Selbstvertrauen und die Selbstwirksamkeit des Klienten, weil er die Chance bekommt, die Lösung in seiner eigenen Person zu entdecken.


Im Coaching wird Bewusstsein durch Fragen erzeugt

Am besten lassen Coaching, Training und Beratung vor dem Hintergrund des systemischen Ansatzes voneinander abgrenzen. Der systemische Ansatz besagt u.a. aus, dass die Welt und die darin entstehenden Probleme viel komplexer und facettenreicher sind als dass wir sie wahrnehmen, annehmen und uns vorstellen können. Daraus resultiert, dass es nicht sinnvoll ist, einfach Ratschläge zu erteilen und Lösungswege vorzuschlagen, die zwar aus der Sicht des Coachs angebracht erscheinen, aber im Leben des Klienten womöglich unvorhersehbare Veränderungen erzeugen. Es könnte nämlich sein, dass der Klient mit den Folgen dieser Veränderungen nicht zurecht kommt. Viel besser ist es also, zunächst mit Fragen die Lebensumstände des Klienten zu erkunden und das System zu verstehen, in dem er sich bewegt, bevor überhaupt etwas angeraten oder vorgeschlagen wird. Untreue in einer Beziehung muss z.B. nicht zwangsläufig immer auf die gleiche Art im Coaching bearbeitet werden. Möglicherweise ist für den Coach Trennung oder Scheidung die einzige „Lösung“ in so einem Fall, für den Klienten kommt diese Option aber nicht in Frage, weil er z.B. finanziell abhängig ist. Zudem stellt sich ehe die Frage, ob die Lösung, die der Coach im Kopf hat, die einzige ist. Die New Yorker Psychotherapeutin, Esther Perel, sieht Untreue in Beziehungen als eine Chance, die Beziehung auf ein höheres Level zu bringen, vorausgesetzt beide Beziehungsparteien sind kooperationsbereit.


Im Training werden Skills vermittelt

Wenn wir nun vom gleichen Beispiel ausgehen, kann es nötig sein, dass der Klient bspw. lernt, seine Bedürfnisse in der Beziehung zu äußern statt diese woanders oder mit einer anderen Person zu erfüllen. Hier kommt die Trainingskomponente des Empowerment Coachings ins Spiel. Der Coach kann dem Klienten Tools an die Hand geben, die er anwenden Kann, um künftig seine Bedürfnisse besser kommunizieren zu können, z.B. die vier Schritte der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg.


In der Beratung wird ein konkreter Rat gegeben

Schließlich ist in einigen Fällen oder in manchen Momenten sinnvoll, den Klienten mit Vor- und Ratschlägen zu inspirieren, insbesondere, wenn er unter Stress und/oder Druck steht und nicht die erforderliche Kraft oder Kreativität hat, durch Fragen die Lösung zu finden. Beispielsweise kann der Coach den konkreten Tipp geben, dass der Klient einen bestimmten Film gemeinsam mit seiner Frau anschauen soll, weil dieser Film Inspirationen für eine gesunde Beziehungsgestaltung liefert. Ein anderer möglicher Ratschlag könnte z.B. sein, dass der Klient seinen Kleidungsstiel ändert. Die beratenden Komponenten im Empowerment Coaching basieren auf Expertenwissen und Erfahrungen des Coachs.


Mein Motto ist daher „Coache, bevor Du berätst.“. Ich glaube nämlich an den inneren Lösungsschatz, den Klienten mitbringen.


Alles Liebe

Deine Sol ☀️

© 2019 by Dr. Sol Alevifard

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