Für Scanner-Persönlichkeiten

Falls Du Berater, Coach oder Trainer bist und dazu auch noch eine Scanner-Persönlichkeit (vielfältig interessierte und neugierige Person), die gerne ihre Gedanken mit der Welt teilt, aber in der Vielfalt ihrer Gedanken untergeht und nicht sofort weiß, was sie nun teilen soll, solltest Du weiterlesen.

Gedankliche Vielfalt?

Ich weiß nicht, wie es Dir geht. Aber ich habe als Scannerpersönlichkeit oft die Herausforderung, mich für eine Sache oder Idee zu entscheiden und alles andere Interessante für eine Zeit lang auszublenden. So hatte ich heute Morgen z.B. die Herausforderung zu entscheiden, welchen der vielen Gedanken, die ich habe, ich in diesem Blogbeitrag teilen soll.

Führe Notizbücher

Um überhaupt eine erste Orientierung zu bekommen, habe ich mir eins meiner Notizbücher geschnappt, in denen ich immer inspirierende Gedanken festhalte. Sowohl fremde Gedanken, z.B. aus einem Buch, aber auch meine eigenen Gedanken und Erkenntnisse.

Und lass Dir gesagt sein, Deine eigenen Notiz- oder Tagebücher - falls Du welche führst - sind "unveröffentlichte Bestseller". Auch zeigen Sie Dir oft Deine eigene Entwicklung, wenn Du über einen längeren Zeitraum die Bücher führst. Ich habe z.B. 2015 damit begonnen, meine Gedankenwelt schriftlich festzuhalten. Meine Notizbücher sind einfach goldwert, zumindest für mich und meine Arbeit.


Stelle Dir die beiden Schlüsselfragen

Jedenfalls begann ich zu blättern und da hatte ich wieder die Herausforderung "Welches Thema/Welchen Gedanken aus diesem Notizbuch?". Die Menge aller möglichen Gedanken war zwar von mehreren Notizbüchern und allem, was in meinem Kopf war, reduziert auf EIN Notizbuch. Aber in dem einen Buch gab es auch wieder Vielfalt. Da mich das Leben nicht nur mit den Eigenschaften einer Scannerpersönlichkeit beschenkt hat, sondern mir auch eine gute Portion analytisches Vermögen mitgegeben hat, fand ich dann doch den Weg zur Lösung. Ich stellte mir folgende Fragen, um eine Richtschnur in meiner gedanklichen Vielfalt zu finden:

  1. Wo stehe ich? Also was ist die Ausgangssituation?

  2. Wohin will ich? Also was will ich bewirken?

Die Antwort auf die erste Frage lautete: Es ist Montag. Ich habe viele Ideen. Die Menschen starten heute in die neue Woche. Der Montag ist ein guter Tag, um zu beginnen (mit was auch immer).


Die Antwort auf die zweite Frage war: Ich möchte einen Beitrag verfassen, der Motivation für einen guten Start in die Woche und/oder für den ersten Schritt in Richtung eines Herzensprojektes gibt.


Zoome raus und verbinde Dich mit anderen Menschen

Dann habe ich kurz inne gehalten und mich selbst beobachtet: Eine Scanner-Persönlichkeit, die gerade dabei ist, die Herausforderung zu meistern, worüber sie schreiben soll. Auch erkannte ich, dass ich ganz sicher nicht der einzige Mensch bin, der diese Herausforderung hat. Ich verband mich also mit anderen Menschen, auch wenn es erst einmal nur in meiner gedanklichen Welt war. Und schon stand die Lösung für meine Herausforderung vor mir: Ich schreibe darüber, was mir als Scanner-Persönlichkeit geholfen hat, mich für ein Thema für meinen Blog-Beitrag zu entscheiden. Mein Beitrag soll anderen Scanner-Persönlichkeiten dabei helfen, sich trotz ihrer ideellen und gedanklichen Vielfalt schnell entscheiden zu können.


Der ganze Lösungsmechanismus in 5 Schritten

Der Lösungsmechanismus für Scanner-Persönlichkeiten wie mich kann also wie folgt aussehen:

  1. Fange heute damit an, Notizbücher zu führen und halte Deine Gedanken fest. Wenn es längere Gedankengänge sind, schreibe sie ausführlich auf und formuliere am Ende die drei Kernaussagen oder Kerngedanken.

  2. Wertschätze und anerkenne das Geschenk, dass Du vielinteressiert, neugierig und wissbegierig bist statt Dich oder diese Eigenschaften zu verfluchen. Ich tut das in der Form, dass ich mich immer wieder bewusst darüber freue, dass ich schnell gute Lösungen für Probleme finde. Oder wenn ich meine eigenen Notizbücher durchlese, beobachte ich mich bewusst dabei, wie gut es mir tut, meine eigene Entwicklung zu sehen oder schlaue und weise Gedanken von mir selbst zu lesen usw. Das war nämlich, das Erste, was ich heute Morgen tat. Mich intellektuell stimulieren. Ich habe nämlich eingesehen, dass ich intellektuelle Stimulierung brauche, bevor ich mich entscheide. Also kämpfe ich nicht mehr dagegen. Ich hätte mir ja die beiden Schlüsselfragen sofort stellen können statt erst einmal in meinen Notizbüchern herumzuwühlen. Aber nein, mein Geist/Intellekt brauchte Futter, also gab ich ihm genug (nicht zu viel, nicht zu wenig) Futter.

  3. Stelle Dir die beiden Schlüsselfragen: "Wo stehe ich? Wie sieht die Ausgangssituation aus?" und "Wohin will ich? Wie sieht die Zielsituation aus?". Diese Fragen bzw. die Antworten darauf aktivieren Deine selektive Aufmerksamkeit und Deinen Fokus.

  4. Zoome heraus und verbinde Dich mit anderen Menschen. Das Herauszoomen hilft Dir, einen Überblick zu bekommen und die Verbindung zu anderen Menschen aktiviert Deine Empathie. So bekommst Du eine Idee, was von alle dem, was Dir am Herzen liegt und Dich beschäftigt, auch anderen Menschen helfen könnte.

  5. Entscheide Dich für die erste Idee, setze Dir ein Zeitlimit für die Umsetzung und fange sofort mit der Umsetzung an.

Nach genau diesem Schema ist innerhalb einer kurzen Zeit auch dieser Blog-Beitrag entstanden, der Dir hoffentlich hilft. Wenn dem So ist, würde ich mich freuen, wenn Du unter dem entsprechenden Instagram-Beitrag Deine Gedanken mit mir und anderen Gleichgesinnten teilst.


Alles Liebe für Dich

Deine Sol☀️

© 2019 by Dr. Sol Alevifard

Dr. Sol Alevifard

Bülowstr. 20

58097 Hagen

info@alevifard.de

Verwendung von Cookies